<?xml version='1.0' encoding='UTF-8'?><?xml-stylesheet href="http://www.blogger.com/styles/atom.css" type="text/css"?><feed xmlns='http://www.w3.org/2005/Atom' xmlns:openSearch='http://a9.com/-/spec/opensearchrss/1.0/' xmlns:georss='http://www.georss.org/georss' xmlns:gd='http://schemas.google.com/g/2005' xmlns:thr='http://purl.org/syndication/thread/1.0'><id>tag:blogger.com,1999:blog-20431876</id><updated>2011-04-21T20:15:53.166-07:00</updated><title type='text'>Volker Storch of Kassel</title><subtitle type='html'></subtitle><link rel='http://schemas.google.com/g/2005#feed' type='application/atom+xml' href='http://volker-storch.blogspot.com/feeds/posts/default'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20431876/posts/default?max-results=100'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://volker-storch.blogspot.com/'/><link rel='hub' href='http://pubsubhubbub.appspot.com/'/><author><name>Volker Storch, Mag. theol.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15053777447893672016</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><generator version='7.00' uri='http://www.blogger.com'>Blogger</generator><openSearch:totalResults>9</openSearch:totalResults><openSearch:startIndex>1</openSearch:startIndex><openSearch:itemsPerPage>100</openSearch:itemsPerPage><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20431876.post-116116031849410868</id><published>2006-10-18T01:24:00.000-07:00</published><updated>2006-10-18T01:31:58.923-07:00</updated><title type='text'>Symbol gesucht</title><content type='html'>Predigt 12.2.06 Septuagesimä Friedenshof Kassel&lt;br /&gt;Was sind das für Zeiten!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;- Die Geschäfte erinnern uns jetzt schon wieder daran, dass „bald“ Ostern ist. Dabei haben wir noch nicht einmal ganz mit der Passionszeit begonnen! Man kann schon Eier-Dekorationen und Häschenbilder kaufen.&lt;br /&gt;- Was ist aber das Ganzjahressymbol der Christenheit? Was passt immer? Wohl nicht die Krippe, streng genommen nicht mal das Kreuz, nicht Ei und nicht Tannenbaum. Es ist vielleicht das Lamm, das an der Krippe zu finden ist und das geopfert wird, das der Welt Sünde trägt.&lt;br /&gt;- bei den Auseinandersetzung über die Mohammed-Karikaturen zwischen Muslimen und Dänemark, den Zeitungen usw. geht es um Symbole, Zeichen. Der Islam verbiete solche Darstellungen, wird behauptet.&lt;br /&gt;- Auch Kirchen brauchen Symbole: die EKKW gibt sich ein „neues“ Symbol, ein speziell gestaltetes schlichtes Kreuz.&lt;br /&gt;- Symbole, Logos finden wir auf Markenprodukten. Viel Geld wird ausgegeben für gut designte Symbole. Sie geben uns Sicherheit.&lt;br /&gt;- Wie ist das mit den biblischen Texten? Ist jedem klar, was mit dem Text gemeint ist? Paulus wählt auch eine Symbolsprache: er spricht vom „Kampf des Glaubens“, gebraucht Ausdrücke aus dem Sport: Laufen, Boxen usw. Mit Vergleichen sagt er etwas aus, was nicht allgemein bekannt ist oder was unsichtbar ist. Damit komme ich zum Predigttext: „Wir liegen vor dir mit unserem Gebet und vertrauen nicht auf unsere Gerechtigkeit, sondern auf deine große Barmherzigkeit.“ Dan 9,18&lt;br /&gt;- Dieser vorgegebene Wochenspruch stammt aus dem Buch Daniel im Alten Testament. Vielen ist Daniel sicher bekannt. Er ist der vierte der großen Propheten, war ein Israelit, königlicher oder adliger Herkunft. Er wurde von Nebukadnezar im dritten Jahr des Königs Jojakims als Gefangener nach Babylon gebracht. Mit mehreren Gefährten wurde er für den Dienst am Hof ausgebildet. Daniel war befähigt, Träume und Visionen zu deuten. Er sagte den zukünftigen Triumph des messianischen Königreiches voraus. Berühmt für seine Weisheit bekleidete er unter Nebukadnezar und seinen Nachfolgern wichtige Regierungsämter. Seine letzte Vision, so berichtet die Bibel, hatte er am Ufer des Tigris im dritten Jahr des Kyros (557/556 v.Chr.) Über die persische Zeit Daniels berichten die Kapitel 6 folgende. Daniel als hoher Staatsmann wird von Neidern bekämpft, aber wunderbar aus der Löwengrube gerettet. In Kapitel 7 und 8 werden die kommenden Weltreiche geschildert, darunter das ewige Reich des Menschensohnes. Nun im neunten Kapitel lesen wir den Bericht über Daniels Bußgebet für das jüdische Volk. „Das Danielbuch ist nicht nur das Buch der universalgeschichtlichen Zusammenhänge, sondern auch das Buch des Glaubensgehorsams“, schreibt Gerhard Maier. „Es stärkt das Vertrauen und mahnt zur Treue bis zur Hingabe des Lebens. Als Buch des Glaubensgehorsams hilft es zu Buße und Gebet, zu forschender und betender Schriftauslegung (Kap. 9). Es öffnet einen Blick für die Zusammenhänge von irdischem und himmlischen Geschehen (...), und wird so zu einem Buch des Trostes und der Hoffnung.“&lt;br /&gt;- Daniel nimmt im Gebet eine symbolische Haltung ein. Er liegt vor Gott. Gebetshal-tungen des Körpers .... Was besagen sie? Liegen ist die gesteigerte Form des Sich-beugens, des Kniens. Daniel beugt sich vor Gott wie vor einem König.&lt;br /&gt;- Es gibt NT keine verbindliche Anweisung über Gebetshaltungen.&lt;br /&gt;- Aber: Was ist mit inneren Vorstellung beim Beten? Mit wem rede ich?&lt;br /&gt;- Die Unsichtbarkeit Gottes! Sie „macht uns kaputt“, so Dietrich Bonhoeffer 1931&lt;br /&gt;- Gebetsrichtung: Daniel betet Richtung Jerusalem. Für uns Richtung Golgatha? Den Gekreuzigten vor Augen ... Für und wider ...&lt;br /&gt;- Was sagt Jesus selber? Der Vater, der liebende Vater, der uns in die Arme nimmt. Der uns ausreden lässt. Der uns annimmt wie wir sind.&lt;br /&gt;- Wir müssen nichts besonderes tun, um zu beten! Zahnstocherperspektive. Ganz ungeniert! Es gibt keine Denkverbote vor Gott. Sei ganz du selbst.&lt;br /&gt;- Es ist hilfreich, wenn ich Freiraum habe zum Beten, innere „Inventur“ – ohne Publikumsverkehr&lt;br /&gt;- Was tue ich im Gebet? Ich lasse mir helfen, ich lasse los: Gebet klingt an Geben an!, ich lasse mich fallen in die Arme Gottes, ich klage Gott mein Leid: ich gebe Gott das Recht zu handeln&lt;br /&gt;- Beten und Tun stehen im Einklang. Ich kann nicht anders handeln als beten, wenn ich ehrlich bin vor Gott. Das setzt mich nicht unter zusätzlichen Druck, denn ich darf ihm mein Unvermögen bekennen!&lt;br /&gt;- Sich in die Stille, stille Kammer, zurückziehen. Nicht versuchen durch Beten in der Öffentlichkeit Eindruck zu schinden. Vorsicht – Jungbeter in der Gebetsgemeinschaft! Trauma!&lt;br /&gt;- Sich von der Freiheit Gottes anstecken lassen. Gott nimmt uns ernst – wie komisch unsere Gebete sein mögen.&lt;br /&gt;- Schritt weiter: vom persönlichen Gebet zum Gebet mehrerer! Welche Chancen und Verheißungen hat das Gemeinsame Gebet? Wir liegen vor dir ... Unser Vater im Himmel ... Sich gegenseitig Beachtung schenken, sich achten in der Gemeinde.&lt;br /&gt;- Christen nehmen Verantwortung wahr im Gebet, ob sie alleine beten oder auch als Gemeinde. Wir können füreinander beten. Das öffnet mein Leben: Blick für andere, Blick für die Gemeinschaft. Überwindung der Selbstumkreisung, der Einsamkeit, der Überheblichkeit. Echt sein im Gebet – vom ich zum wir. Das ist ein Teil dessen, was Paulus Kampf des Glaubens nennt.&lt;br /&gt;- Wichtig: Zunächst wahrnehmen, was ist, genau hinsehen, um konkret beten zu können Bsp. ... Not, Leid, Bedarf ... Fragen, sich freundlich erkundigen.&lt;br /&gt;- Sich Visualisierungen zuhilfe nehmen, Gebetszettel, mit denen wir besser füreinander beten können, z.B. Gebetsbriefe.&lt;br /&gt;GOTT WILL UNS ALS GESPRÄCHS-PARTNER.&lt;br /&gt;In diesem Sinne gute Gespräche!&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20431876-116116031849410868?l=volker-storch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://volker-storch.blogspot.com/feeds/116116031849410868/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20431876&amp;postID=116116031849410868' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20431876/posts/default/116116031849410868'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20431876/posts/default/116116031849410868'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://volker-storch.blogspot.com/2006/10/symbol-gesucht.html' title='Symbol gesucht'/><author><name>Volker Storch, Mag. theol.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15053777447893672016</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20431876.post-113690211697054245</id><published>2006-01-10T05:57:00.000-08:00</published><updated>2006-01-10T06:08:37.086-08:00</updated><title type='text'>Nachdenken über Mission</title><content type='html'>... beschäftigte mich im neuen Jahr schon bald, nachdem ich meinen Blog mit den Texten des vergangenen Jahres veröffentlich hatte.&lt;br /&gt;Am 3. Januar suchte ich mir den Beitrag von Wolf Krötke raus, in dem er die aktuelle Diskussion zum Thema "missionarische Kompetenz" bereichert: &lt;br /&gt;Wolf Krötke und der ostdeutsche Diskussionsbedarf (3.1.2006) http://www.missionarisch.de/aktuellediskussionen/index.html&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heute füllte ich die Debattenseite "Warum Mission" auf mit zwei Beiträgen, die aber noch ergänzt werden sollen:&lt;br /&gt;Warum Mission? Campus für Christus und Überseeische Missions-Gemeinschaft zum Thema (10.1.2006)&lt;br /&gt;http://www.missionarisch.de/missionarischekompetenz/warummission/index.html#Warum_Mission&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Außerdem erhielt ich gerade heute die Nachricht, dass die Smarts der Aktion "ProChrist mobil" nach dem März 2006 nicht mehr weiter wie bisher rollen werden. Stattdessen werden sie zum Kauf/Leasing mit/ohne Werbeschriftzu "Die kleinste Kirche der Welt" angeboten! Auch hier also: ein neues Jahr ...&lt;br /&gt;Kann man nur ein gesegnetes Weiterrollen wünschen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20431876-113690211697054245?l=volker-storch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://volker-storch.blogspot.com/feeds/113690211697054245/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20431876&amp;postID=113690211697054245' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20431876/posts/default/113690211697054245'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20431876/posts/default/113690211697054245'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://volker-storch.blogspot.com/2006/01/nachdenken-ber-mission.html' title='Nachdenken über Mission'/><author><name>Volker Storch, Mag. theol.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15053777447893672016</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20431876.post-113621751983971618</id><published>2006-01-02T07:57:00.000-08:00</published><updated>2006-01-02T07:58:39.896-08:00</updated><title type='text'>Regisseur und Komparse. Radiobeitrag</title><content type='html'>29. April 2005&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Er war bekannt dafür, dass er unvermittelt ins Bild kam. Für ein paar Sekunden nur. Diese Auftritte machten ihn berühmt. Er war ein großartiger Regisseur, der verstand, uns das Gruseln zu lehren.&lt;br /&gt;Wie Chaplin war auch er eigentlich Engländer, wurde aber vor allem durch seine Hollywood-Produktionen berühmt.&lt;br /&gt;Als Regisseur bekam er den Ruf, ein Tyrann zu sein. Doch ebenso kannte man ihn als glänzenden Gastgeber und Koch. Heute vor 25 Jahren ist er an Nierenversagen gestorben, Alfred Hitchcock.&lt;br /&gt;So wie er wäre ich gern Regisseur. Aber brächte ich es auch fertig, mich in meine eigenen Filmproduktionen beinahe unmerklich einzuschleichen wie er? Es gehört bestimmt eine gehörige Portion Selbstironie dazu, so etwas zu tun. Das macht ihn mir sympathisch.&lt;br /&gt;Als Mensch hatte er wohl diese beiden Seiten: der perfektionistische Planer und Austüftler, zugleich ironisch genug, sich selbst auf die Schippe zu nehmen. Oder entsprangen seine kurzen Auftritte seiner Eitelkeit? Ich frage mich, was mich bewegen würde, selbst vor der Kamera zu stehen, wenn ich doch den Luxus genießen könnte, vom Hintergrund aus unbesehen alle Geschicke zu lenken.&lt;br /&gt;So wie er Filme über Verbrechen gedreht hat, muss er wohl auch über das gute und böse in uns Menschen nachgedacht haben. Über die menschliche Fähigkeit, Böses zu tun, machte er sich keine Illusionen. Seine Filme erzählen davon.&lt;br /&gt;Offenbar lag ihm auch das Schicksal zu Unrecht Verurteilter am Herzen. In meinen beiden Hitchcock-Lieblingsfilmen spielt derselbe Schauspieler eine solche Rolle. Cary Grant klettert als „die Katze“ auf den Dächern von Nizza herum, um seine Unschuld zu beweisen. Im Film „Der unsichtbare Dritte“ gerät Grant unversehens in eine Spionageaffäre, und muss die eigene Haut gegen alle Nachstellungen des Gegners retten. Dabei entstand auch die großartige Szene, wo Grant mit seiner Begleiterin über die Köpfe der Präsidenten Amerikas am Mount Rushmore klettern muss. Gerade die Größenverhältnisse sind das beeindruckende an dieser Szene: winzige Menschen suchen Halt an den in Stein gemeißelten Nasen und Augen der Präsidenten.&lt;br /&gt;Mir scheint, dass Hitchcock hier das Ausgeliefertsein des Menschen darstellen wollte. In beiden Filmen hat der Schauspieler Cary Grant mit Fallhöhen zu kämpfen. Das erhöht natürlich den Spannungsmoment. Aber, indem sich die Figur letztendlich über den Abgrund hinaus erhebt und zurück findet zu festem Boden, wird durch die Bildsprache des Films noch etwas anderes ausgesagt. Vom unsicheren Terrain der Nachstellungen und Verdächtigungen gelingt es dem Helden dann doch, zurückzukommen auf sicheres Gelände.&lt;br /&gt;In all diesem spielt der Regisseur mit den Gefährdungen. Er zieht die Strippen im Hintergrund, so dass man denken könnte: es ist alles verloren. Und doch sorgt Hitchcock an diesen Stellen dann dafür, dass alles gut ausgeht.&lt;br /&gt;Wer wie er ein Meister des Doppelbödigen ist, wird vom Publikum als Mythos verehrt. Vielleicht verstand er seine Komparsenauftritte so: Er ist nicht der unangreifbar agierende, sondern ein ganz normaler Mensch, wie wir? Zu dieser Haltung gehört der Mut, sich lächerlich zu machen.&lt;br /&gt;Ich wünsche mir, dass ich mich nicht verleiten lassen, im Leben nur noch Strippen zu ziehen. Oder mein Leben wie einen Film zu inszenieren, in dem ich eigentlich selbst gar nicht mehr vorkomme.&lt;br /&gt;Ich wünsche mir, dass ich jeden Tag mutig genug bin, auch kleine Rollen zu spielen. Dass ich den Mut habe, über mich selbst zu lachen. Das gelingt mir am besten, wenn ich mich ein bisschen hinter die Kamera begebe und mich von außen betrachte. Vielleicht entdecke ich dann den Hitchcock in mir.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20431876-113621751983971618?l=volker-storch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://volker-storch.blogspot.com/feeds/113621751983971618/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20431876&amp;postID=113621751983971618' title='1 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20431876/posts/default/113621751983971618'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20431876/posts/default/113621751983971618'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://volker-storch.blogspot.com/2006/01/regisseur-und-komparse-radiobeitrag.html' title='Regisseur und Komparse. Radiobeitrag'/><author><name>Volker Storch, Mag. theol.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15053777447893672016</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>1</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20431876.post-113621744790985074</id><published>2006-01-02T07:56:00.000-08:00</published><updated>2006-01-02T07:57:27.986-08:00</updated><title type='text'>In die Welt gekommen als ein Licht. Radiobeitrag</title><content type='html'>30. April 2005&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mein Supermarkt wird nächste Woche geschlossen. Der Teeladen in der Innenstadt, in dem ich gern einkaufte, ist zu. Langsam gehen die Lichter aus. So sagt man. Die wirtschaftliche Lage nimmt mir meine gewohnten Einkaufsmöglichkeiten.&lt;br /&gt;Geschlossen - Ausverkauf - Geschäftsaufgabe. Ich bin betroffen. Als Kunde. Als Bürger dieser Stadt. Was kann man tun? Wird auch eines Tages an der Rathaustür ein Schild hängen, vielleicht mit der Aufschrift: Wir schließen! Der Konkursverwalter&lt;br /&gt;Als ein Mensch, dessen Lebensqualität eingeschränkt wird, suche ich nach Halt.&lt;br /&gt;Was bleibt? Was gibt mir Mut? Woher gewinne ich Hoffnung auf ein besseres Morgen? Wo soll ich in Zukunft meinen Käse und meine Butter kaufen? Diese Frage bewegte mich. So banal sie sein mag.&lt;br /&gt;Die Geschäfte sind nicht mehr konkurrenzfähig, heißt es. Große Supermärkte haben die kleinen alteingesessenen verdrängt. Ich ärgere mich darüber, dass es die gewohnten Wege nicht mehr zum Ziel führen. Ich werde Umwege machen müssen.&lt;br /&gt;Mir scheint, dass immer mehr Menschen resignieren. Mein Kollege fürchtet, dass er den ersehnten Job doch nicht bekommen wird. Wer es sich leisten kann, wandert dorthin ab, wo es Arbeitsplätze genug gibt.&lt;br /&gt;Werden in Zukunft ganze Stadtviertel abgerissen werden? Weil die Menschen dort nicht mehr leben wollen, und sie wollen dort nicht mehr leben, weil man ihnen hier keine Arbeitsmöglichkeiten und Einkaufsmärkte mehr anbietet?&lt;br /&gt;Wenn das Vertraute verschwindet, klammern sich viele an das Gewohnte, an die Idealvorstellungen von einem besseren Leben.&lt;br /&gt;Wenn die Lichter ausgehen, was bleibt? Ein leeres Schaufenster, verlassene Gebäude, öde Plätze und Straßen? - Ich sehe ein Licht.&lt;br /&gt;Das Licht in den Augen meines Patenkindes zum Beispiel. Wenn es auf dem Spielplatz mich anblickt. In den Augen eines Kindes spiegelt sich der Himmel, heißt es in einem Lied. Himmelslicht. Das ist kein simpler frommer Trost, wie er oft als Klischee abgestempelt wird. Jesus hat gesagt: Ich bin in diese Welt gekommen als ein Licht, damit, wer an mich glaubt nicht in der Finsternis bleibt. (Johannes 12,46) Dieses himmlische Licht, von dem Jesus spricht, macht Mut, erneut Licht in unsere Wirklichkeit zu bringen. Vielleicht heißt das dann auch, einem Verantwortlichen klar zu sagen, was in meiner Umgebung, meiner Stadt und meinem Land geschieht. Ich werde zum Anwalt für mein Viertel, meine Nachbarschaft. Vielleicht macht mich so der Gedanke an das Licht, das durch Jesus gebracht wurde, mutig, für andere da zu sein. Heute.&lt;br /&gt;Wenn ich mich nicht mehr nur um mich selber drehe, um meine Sorgen, dann gebe ich dieses Licht weiter in meinem Alltag.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20431876-113621744790985074?l=volker-storch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://volker-storch.blogspot.com/feeds/113621744790985074/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20431876&amp;postID=113621744790985074' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20431876/posts/default/113621744790985074'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20431876/posts/default/113621744790985074'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://volker-storch.blogspot.com/2006/01/in-die-welt-gekommen-als-ein-licht.html' title='In die Welt gekommen als ein Licht. Radiobeitrag'/><author><name>Volker Storch, Mag. theol.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15053777447893672016</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20431876.post-113621705078144386</id><published>2006-01-02T07:50:00.000-08:00</published><updated>2006-01-02T07:50:50.790-08:00</updated><title type='text'>Das habe ich mir so nicht vorgestellt! Predigt</title><content type='html'>Gedanken zu Markus 1&lt;br /&gt;Mk 1,40-45&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;40 Und es kam ein Leprakranker zu ihm und flehte ich auf den Knien an: „Wenn du willst, kannst du mich rein machen.“&lt;br /&gt;41 Da erbarmte er sich seiner, streckte seine Hand aus, rührte ihn an und sprach zu ihm: „Ich will: Sei rein!“&lt;br /&gt;42 Und auf der Stelle schwand die Lepra von ihm, und er wurde rein.&lt;br /&gt;43 Doch jäh fuhr Jesus ihn an, warf ihn hinaus&lt;br /&gt;44 und sagte zu ihm: „Sieh zu, dass du niemandem etwas sagst; sondern geh hin und zeige dich dem Priester und bringe für deine Reinigung dar, was Mose angeordnet hat – ihnen zum Zeugnis!“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;So habe ich mir das nicht vorgestellt!&lt;br /&gt;Dieser Predigttext!&lt;br /&gt;Da habe ich mich zuerst einmal sicher gefühlt: das kennst du ja alles schon, das haste doch vor zwölf Jahren mal durchgearbeitet für eine schriftliche Arbeit.&lt;br /&gt;Und dann habe ich vor ein paar Tagen die Unterlagen durchgesehen und festgestellt: was ich ausführlich vorbereitet hatte, war in Wirklichkeit ein anderer Text. Nicht die Verse 40 bis 45, sondern die unmittelbar davor liegenden Verse 32 bis 39 hatte ich damals bearbeitet. &lt;br /&gt;Ich musste mich dem neuen Text ganz von vorne annähern, und das fiel mir nicht leicht! Wieder mal eine Heilungsgeschichte, dachte ich. Nicht wie beim letzten Mal, als ich hier predigte, wo Petrus den Gelähmten auf die Beine stellt.&lt;br /&gt;Hier ist es Jesus selbst höchst persönlich. Ganz am Anfang des Markusevangeliums, kurz nach dem Bericht über die Taufe Jesu geht es auch schon um Krankenheilungen. Erst wird die Schwiegermutter des Petrus gesund gemacht, dann bringen die Leute sämtliche Kranken und Besessenen zu ihm. Und er heilte viele, trieb böse Geister aus. Außerdem – und das fällt besonders auf – betet Jesus. Es wird berichtet, dass er sehr früh aufstand und sich an einen einsamen Ort zurückzog, um dort zu beten. Das kennt man von ihm. Jesus als Beter! Auch Er braucht Rückzugsmöglichkeiten! Nur bleibt er nicht ungestört. Es heißt: Simon und seine Gefährten liefen ihm nach um ihm zu sagen: Alle suchen dich! Antwort Jesu, und das ist schon so ein bisschen überraschend für mich: Lasst uns aufbrechen, anderswo hin, in die Dörfer rings um, damit ich auch dort verkündige! Denn dazu bin ich ausgezogen. Das ist in Kurzfassung der Inhalt der Verse bis zu Beginn unseres Textes.&lt;br /&gt;Ich greife das jetzt noch mal auf: so habe ich mir das nicht vorgestellt! Das wird auch Jesus gedacht haben. Ein Leprakranker fleht ihn auf Knien an – zu dem musste man doch Abstand halten! Mit dem durfte man doch nichts zu tun haben, und der! Der war aus der Gemeinde ausgeschlossen, durfte die Stadt Jerusalem nicht betreten und konnte deshalb auch nicht am Gottesdienst teilnehmen. Ein Aussätziger musste abgesondert leben. Die Initiative geht eindeutig von dem Kranken aus. Wenn du willst, kannst du mich rein machen. Du kannst mich heilen! Was mag dieser Mann von Jesus gewusst haben? Mich erstaunt, zu was für ein Vertrauen er fähig ist! Du kannst mich heilen! Was mag da für eine Geschichte dahinter stehen? So viel ist klar: diese Bitte richtete man nicht an irgendwen! Heilungen von Aussätzigen gab es, so weit bekannt war, höchst selten. Im Alten Testament war gerade einmal Naeman, der Feldhauptmann, so ein Beispiel. Man glaubte, kein Mensch, sondern nur Gott selbst kann Aussätzige rein machen. So gesehen muss der Kranke geglaubt haben, dass seine Bitte bei Gott selbst Gehör findet. Vielleicht hatte er von den Dämonenaustreibungen gehört, die in den Dörfern Galiläas geschehen waren durch Jesus. Vielleicht dachte er, man kann es doch einmal versuchen!&lt;br /&gt;Ich bin mir aber sicher, dass auch er sich das so nicht vorgestellt hat, wie es dann kam. Es wird geschildert, dass in Jesus etwas geschieht. Luther übersetzt: es jammerte ihn. Eine andere Übersetzung schreibt hier: Jesus hatte Mitleid mit ihm. Im Griechischen steht da ein Wort, in dem das Wort für Eingeweide steckt. Man könnte sagen: das ging ihm ganz schön zu Herzen! Oder: das ging ihm ganz schön an die Nieren! Aber damit nicht genug: Jesus streckt den Arm aus und berührte den Leprakranken. Damit machte sich Jesus einer Gesetzesübertretung schuldig. Spätestens hier merken wir: Jesus ist nicht bloß innerlich angerührt vom Elend, das ihm da begegnet. Er rührt den Kranken direkt an. Er begibt sich auf dieselbe Ebene wie der Kranke. Dass er dabei eine Gesetzesübertretung begeht, interessiert Jesus in diesem Fall nicht. Denn: die Liebe ist die Erfüllung des Gesetzes! Und dann sagt Jesus nur zwei Sätze, das heißt im Griechischen sind es nur zwei Worte: Ich will! Sei rein! Und das Ergebnis ist sofort da, zack-zack, wie im Schnell-Restaurant, könnte man sagen. Was Jesus hier sagt, ja, was er überhaupt tut, ist entweder Ausdruck größter Vermessenheit oder göttlicher Vollmacht! Wie in der Schöpfung der Welt reicht ein Wort. Wie Gott sprach: es werde Licht! Und es ward Licht. So genügt ein Wort von Jesus, um das, was krank war, gesund zu machen. Sei rein! Sagt Er. Die gleiche Formulierung muss ein Priester im Tempel gebrauchen, wenn er ein Geheiltsein anerkennt und den gesunden Menschen in die Gemeinschaft wieder aufnimmt. Der ehemals Aussätzige kann nur durch priesterliche Anerkennung resozialisiert werden.&lt;br /&gt;Aber: und hier kommt bei mir und wahrscheinlich auch beim Geheilten selbst der Eindruck auf: so habe ich mir das nicht vorgestellt! Dieser Jesus hier irritiert mich massiv! Plötzlich auf einmal ist vom Erbarmen Jesu nicht mehr viel zu erkennen. Jesus verhält sich so, dass man denken könnte, ihm sei eine Laus über die Leber gelaufen, jetzt, wo das Elend des Kranken beseitigt ist. Er fährt den Geheilten an, ja, er droht ihm. Das heißt, er verhält sich für mich und für den ehemals Kranken völlig unverständlich. Jesu Verhalten steht plötzlich völlig im Gegensatz zur seiner liebevollen Zuwendung. War er  zuvor innerlich angerührt und wandte sich dem Kranken durch eine Berührung direkt zu, so grenzt er sich nun um so schärfer ab. Sogleich, heißt es in griechischen, warf er ihn hinaus. Das heißt, er schmeißt ihn raus! Und er erteilt ihm ein Verbot, irgendjemand  anderem als dem Priester davon zu erzählen, welches Wunder Jesus an ihm bewirkt hat. Kein Ton! Zu niemandem! Als wollte er sagen - wie in einem Western - damit wir uns richtig verstehen, Freundchen: kein Mucks! Und jetzt hau ab!&lt;br /&gt;Ein merkwürdiger Jesus. Bei alledem kommt die absolute Gesetzestreue Jesu zur Sprache: Er schickt den Geheilten zum Tempel. In seinem eigenen Interesse soll er sich dort dem Priester zeigen, um die Heilung sozusagen zu legalisieren. Und nur eine gesetzesgemäße Heilung führt zur Resozialisierung! Ja, es soll dem Gesetz Genüge getan werden, aber auch hier nicht um des Paragraphen Willen, sondern aus Liebe! Der ehemalige Leprakranke soll im eigenen Interesse das Opfer für seine Reinigung bringen. Wer so etwas tut, der legt Zeugnis ab. Die bloße Anwesenheit des Geheilten ist das Zeugnis! „Gott hat geheilt“, so lautet es. Denn nur Gott kann überhaupt heilen in diesem Falle, so glaubte man.&lt;br /&gt;Jesus wollte wohl damals schon irritieren. Er wollte nicht einfach für einen Wunderheiler gehalten werden. Nicht Heiler sondern Heiland, Retter, Messias. Das hat der Geheilte vielleicht nicht richtig verstanden. Gegen die ausdrückliche Anweisung Jesu erzählte er überall herum, was mit ihm geschehen war. Das ist nur selbstverständlich, könnte man denken, da ihm so etwas Tolles passiert ist! Diese Geschichte bekannt zu machen, sie bei jeder Gelegenheit zu erzählen – was soll daran schlecht sein? Entsteht dadurch irgendjemand ein Nachteil? Zugegeben, Jesus konnte sich ab da nicht mehr öffentlich in einer Stadt sehen lassen. Seinem Rettungsunternehmen aber tat das keinen Abbruch: Blieb er auch draußen in einsamen Gegenden – sie kamen zu ihm von überall her. Das lässt mich darauf schließen, dass Jesus in erster Linie keine Sensationsheilung gewollt hatte. Er hielt sich lieber an einem stillen Ort auf, wo die Menschen zu ihm kommen konnten. Er war und blieb offen für alle, die Hilfe bei ihm suchten. Und Jesus ruft uns zu: Kommt her zu mir alle, die ihr mühselig und beladen seid. Ich will euch erquicken! Jesus will keine Werbung über vier Ecken, sondern er will die persönliche Begegnung. Diese Erfahrung habe ich selbst machen können bei der Aktion ProChrist mobil in Mannheim und Umgebung. Zunächst glaubte ich, dass man schon allein durch eine Reihe von Fahrzeugen genügend für die Kampagne ProChrist 2006 werben kann, und dass der Hauptzweck der kleinen Fahrzeuge darin liegt, mobile Plakatwand zu  sein. Später merkte  ich, dass ich als Fahrer auch eine Verantwortung habe in der Öffentlichkeit Zeugnis zu sein – wie der Leprakranke bei dem Priester! Machen wir uns klar, dass unsere bloße Anwesenheit Zeugnis für Jesus ist, egal wo wir auch immer sind. Er will uns reinigen und befreien, dass wir ein würdiges Zeugnis sind. Ich habe gemerkt: wenn wir eine persönliche Begegnung haben mit Jesus, erst dann kommt es auch zu gewinnbringenden Gesprächen mit anderen. Bei meinen zwei Wochen als Fahrer ist mir besonders die kontinuierliche Beziehung zu Jesus neu wichtig geworden, denn ich war auf ihn angewiesen. Dieses Angewiesensein macht die Nachfolge aus. Und da unterscheidet sich eine Person wie dieser Geheilte aus unserem Text von einem Nachfolger Jesu. Ein Diener sein, sich bedingungslos ausliefern, sich schicken lassen von Jesus – das sind Kennzeichen der Nachfolge. Bin ich begeistert? Nicht schlecht! Bin ich ein Verkündiger? Auch nicht schlecht! Die Frage ist jeweils, ob mir die Zusage Jesu gilt, die er seinen Nachfolgern gemacht hat – bin ich nämlich Verkündiger aus eigener Berufung, verbraucht sich irgendwann meine eigene Kraft, bis zum bitteren Ende. Dagegen: als Nachfolger Jesu darf ich auf Jesu Versorgung trauen. Ich werde, wie die Jünger, keinen Mangel haben. Jesus fragt sie einmal: Habt ihr, als ich euch ausgesandt habe, je Mangel gehabt? Und sie antworten: Nein, nie! Zur Nachfolge gehört auch, herausgerufen aus Abhängigkeiten und in seine Gemeinde gestellt zu sein. Befreit von den Fesseln, ausgerüstet mit seiner Kraft. Das will ich! Und das ist auch das Ziel dieser Predigt! Wenn Ihnen nur dieses eine neu wichtig geworden ist, dass wir befreit sein können von den Fesseln eines alten Lebens ohne Saft und Kraft, dann hat die Predigt ihr Ziel erreicht.&lt;br /&gt;So habe ich mir das nicht vorgestellt! Die erste Heilung im Markusevangelium, bei der ein persönliches Gespräch vorausgeht, hat es in sich. Konsequenzen für Sie und mich:&lt;br /&gt;Seien wir offen...&lt;br /&gt;1. - für Gespräche! Das ist bitter nötig, damit wir und andere an unserem persönlichen Elend nicht ersticken. Die Einsamkeit aufbrechen durch den Aufbruch hin zum Gespräch! Der Leprakranke konnte zu Jesus kommen. Wo sind wir erreichbar? Wo können wir Jesus erreichen?&lt;br /&gt;2. Seien wir offen...&lt;br /&gt;- innerlich angerührt zu werden. Mitleid ist oft kein positiver Wert mehr und in unserer Kultur oft abwertend gebraucht. Wir können da als Christen neue Akzente setzen! Die Hartz vier Empfänger werden es uns danken! Übrigens: Auch die Dankbarkeit steht in unserer Gesellschaft nicht hoch in Kurs - haben wir uns schon an die allgemeine Nörgelei gewöhnt? Sehen wir den geschenkten Reichtum noch?&lt;br /&gt;3. Seien wir offen...&lt;br /&gt;- für die Prioritäten Gottes. Wer Prioritäten setzen kann im Interesse des anderen, darf auch mal härtere Töne anschlagen. Das als Ausnahme, nicht als generelle Empfehlung! Der Geheilte wird von Jesus zurecht gewiesen&lt;br /&gt;Frage: Wo lassen wir uns von Jesus noch etwas sagen?&lt;br /&gt;4. Seien wir offen...&lt;br /&gt;- wenn uns Jesus zur Nachfolge auffordert. Wenn wir das Gespräch mit ihm suchen und Er uns berührt, rein werden lässt, heil macht - dann sollen wir nicht nur sagen: jetzt geht es mir besser. Sondern Jesus fragen: was willst du nun mit mir? Es gibt keinen Zwang etwas Besonderes für Jesus zu tun! Und: es gibt leider viel zu viel Leute, die in ihrer Christlichkeit erstarrt sind, so dass sie in Gefahr sind, das Wichtigste zu verpassen! Die Aufforderung zur Nachfolge, jeden Tag neu.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Die Konsequenzen aus dieser Heilungsgeschichte:&lt;br /&gt;1. Offen sein         für Gespräch,&lt;br /&gt;2.                innerlich angerührt zu werden&lt;br /&gt;3.                für die Prioritäten Gottes&lt;br /&gt;4.                für die Aufforderung zur Nachfolge&lt;br /&gt;Nun zum Schluss noch die Frage aller Fragen: Warum passiert so was wie diese Heilung nicht bei uns? Das lässt sich zwar abschließend hier kaum klären. Nur so viel: Wir wollen so was nicht - aus ästhetischen Gründen. Außerdem haben wir Angst, dass es bei uns nicht klappt. Es kann sein, dass wir weiterkommen, wenn wir uns das erst einmal eingestehen können. Der Leprakranke hatte das Zutrauen zu Jesus. Das können wir von ihm lernen, Jesus viel zuzutrauen.&lt;br /&gt;Abschließend ein schöner Text von Kirchenvater Augustin, der das beschreibt, was eine Gemeinde ausmacht, die von den Prioritäten Gottes geprägt ist:&lt;br /&gt;„Miteinander reden und lachen&lt;br /&gt;sich gegenseitig Gefälligkeiten erweisen&lt;br /&gt;zusammen schöne Bücher lesen&lt;br /&gt;sich necken&lt;br /&gt;dabei aber auch einander sich Achtung erweisen&lt;br /&gt;mitunter sich auch streiten ohne Hass&lt;br /&gt;so wie man es wohl einmal mit sich selbst tut&lt;br /&gt;manchmal auch in den Meinungen auseinandergehen&lt;br /&gt;und damit die Eintracht würzen&lt;br /&gt;einander belehren und voneinander lernen&lt;br /&gt;die Abwesenden schmerzlich vermissen&lt;br /&gt;die Ankommenden freudig begrüßen&lt;br /&gt;lauter Zeichen der Liebe und Gegenliebe&lt;br /&gt;die aus dem Herzen kommen&lt;br /&gt;sich äußern in Miene, Wort&lt;br /&gt;und tausend freundlichen Gesten&lt;br /&gt;und wie Zündstoff den Geist in Gemeinsamkeit entflammen&lt;br /&gt;so dass aus den vielen eine Einheit wird“&lt;a title="" style="mso-footnote-id: ftn1" href="http://www.blogger.com/post-create.g?blogID=20431876#_ftn1" name="_ftnref1"&gt;[1]&lt;/a&gt;&lt;br /&gt;Und das wünsche ich uns allen!&lt;br /&gt;Amen.&lt;br /&gt;&lt;a title="" style="mso-footnote-id: ftn1" href="http://www.blogger.com/post-create.g?blogID=20431876#_ftnref1" name="_ftn1"&gt;[1]&lt;/a&gt; Augustin, Bekenntnisse, Viertes Buch, Achtes Kapitel.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20431876-113621705078144386?l=volker-storch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://volker-storch.blogspot.com/feeds/113621705078144386/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20431876&amp;postID=113621705078144386' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20431876/posts/default/113621705078144386'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20431876/posts/default/113621705078144386'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://volker-storch.blogspot.com/2006/01/das-habe-ich-mir-so-nicht-vorgestellt.html' title='Das habe ich mir so nicht vorgestellt! Predigt'/><author><name>Volker Storch, Mag. theol.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15053777447893672016</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20431876.post-113621684205846955</id><published>2006-01-02T07:45:00.000-08:00</published><updated>2006-01-02T07:52:47.856-08:00</updated><title type='text'>Das Leben wieder in Balance bringen. Predigt</title><content type='html'>10. April 2005&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Balance: ein anderes Wort für Gleichgewicht. Ein Ausgeglichensein, ein Weg in der Mitte, eine Gelassenheit – alles wunderbare Dinge, die erstrebenswert sind. Wie können wir sie erreichen, bewahren? Wo ist davon in unseren Gottesdiensten und Veranstaltungen die Rede? Manchmal, so scheint es, ist die Balance nur auf dem Umweg über die Extreme zu finden: Im Kirchenjahr zum Beispiel.&lt;br /&gt;Wir haben die Höhen und Tiefen, Berggipfel und Talsohlen des Glaubens in den letzten Wochen durchschritten: Palmsonntag – Karfreitag und schließlich Ostern. Von „Hosianna“ über „Kreuzige ihn“&lt;br /&gt;Wir befinden uns hier in der Freudenzeit im Kirchenjahr, der Zeit zwischen Ostern und Pfingsten. Hier haben die Sonntage alle Namen, die uns an das erinnern, worüber wir uns freuen können und wie wir unserer Freude Ausdruck verleihen können. Kantate! „Singt“ und Rogate! „Betet“ heißen die nächsten Sonntage. Doch bevor wir damit anfangen, sollen wir uns erinnern, wovon gesungen und gebetet werden kann.&lt;br /&gt;Unser heutiger Sonntag trägt den Namen „Misericordias Domini, der aus dem Psalm 33 stammt: Die Erde ist voll der Barmherzigkeit des Herrn. Volkstümlich heißt dieser Sonntag auch „Sonntag vom Guten Hirten“. Ich möchte heute einmal an einem Beispiel aus dem Neuen Testament dem nachgehen, was dieses Hirtenbild für uns heißen kann. Jesus hat sich selbst als der Gute Hirte ins Gespräch gebracht. Und in der Begegnung mit Petrus dann, nach der Auferstehung, setzt Jesus diesen Jünger dazu ein, seine Schafe zu weiden. Petrus soll Hirte sein. Die Apostelgeschichte – das Buch der Bibel, das von Lukas als Fortsetzung seines Evangeliums aufgeschrieben wurde – folgt in den ersten Kapiteln besonders diesem Petrus.&lt;br /&gt;Gerade in den letzten Tagen kommt für mich wieder die Frage auf, wie wir Petrus beurteilen sollen, der für die katholische Kirche zum Inbegriff des Papsttums wurde. Wie stellt die Bibel diesen Jünger dar? Wie wird er seiner verantwortungsvollen Rolle als Hirte gerecht?&lt;br /&gt;Ich möchte kurz den Werdegang des Petrus nachzeichnen (Kurt Aland, die Frühzeit der Kirche in Lebensbildern.)&lt;br /&gt;„Petrus.&lt;br /&gt;In Kapernaum in Galiläa, der Stadt am Ufer des Sees von Tiberias, ist Petrus zu Haus gewesen. Als Fischer verdiente er sich seinen Lebensunterhalt zusammen mit seinem Bruder Andreas und ernährte recht und schlecht seine Familie.&lt;br /&gt;Petrus und Andreas werden vom Herrn als erste Jünger berufen .&lt;br /&gt;Wenn die zwölf aufgezählt werden, steht Petrus an erster Stelle. Zusammen mit den Söhnen des Zebedäus, Jakobus und Johannes, bildet er unter den Jüngern einen engeren Kreis von besonderen Vertrauten. Er ist der Wortführer der Jünger (beim Bekenntnis von Caesarea Philippi).&lt;br /&gt;Im Anschluss an das Bekenntnis von Caesarea Philippi [sagte Jesus]: „du bist Petrus, und auf diesen Felsen will ich meine Gemeinde bauen, und die Pforten der Hölle sollen sie nicht überwältigen. Ich will dir die Schlüssel des Himmelreiches geben, und alles, was du auf Erden binden wirst, soll auch im Himmel gebunden sein, alles was du auf Erden lösen wirst, soll auch im Himmel gelöst sein.“ Mt 16, 18f.&lt;br /&gt;Der Kirchenhistoriker Kurt Aland bemerkt dazu: „Was hier gesagt ist, gilt für Petrus allein, und wenn die katholische Kirche aus den Worten an ihn einen Herrschaftsanspruch für sich herleiten will, verlässt sie den Boden der Schrift. Und wenn Petrus das Binde- und Löserecht, das heißt das Recht zur Vergebung der Sünden, zuerteilt wird, so ist auf Mathäus 18,18 hinzuweisen, wo dasselbe Recht allen Aposteln übertragen wird, und, ..., in ihrer Nachfolge allen Geistlichen, ja der ganzen Gemeinde.“ Doch das Lebensbild ist damit noch nicht vollständig.&lt;br /&gt;„Nur eine Seite dessen, was die Evangelien von Petrus berichten, ist bisher behandelt. Denn neben Hervorhebung und Auszeichnung steht noch manches andere. Im selben Kapitel, das uns von der Ehrung des Petrus berichtet, steht das Wort Jesu an ihn: „Hinweg von mir, Satan! Du bist mir ein Ärgernis, denn du meinst nicht was göttlich, sondern was menschlich ist“, ein Wort schärfster Zurückweisung.&lt;br /&gt;Und dann gibt es ja noch den ‚sinkenden‘ und den ‚leugnenden‘: „Petrus ist es, welcher dem meerwandelnden Herrn entgehenziehen will und in der Bewährung dann versagt. Petrus ist es, der vor der Gefangennahme Jesu sich verschwört: „Wenn ich auch mit dir sterben müsste, werde ich dich nicht verleugnen“, und den Herrn dann nach der Gefangennahme in ebenso feierlicher Form verleugnet ("Er aber fing an zu fluchen und zu schwören: ich kenne diesen Menschen nicht") - bevor noch der Hahn zum zweiten Mal gekräht hat.&lt;br /&gt;Unvermittelt stehen bei Petrus helles Licht und tiefer Schatten nebeneinander, .... Luther ist es gewesen, der auf die Schatten im Leben des Petrus immer wieder hingewiesen hat, ebenso wie er oft genug gesagt hat - so paradox es klingt - er freue sich, dass auch Judas Ischarioth unter die Apostel gezählt werde. Denn hier sei dem unter dem Druck seiner Sünden verzagenden Menschenherzen ein hoher Trost gegeben: die Gewissheit der Gnade Gottes. Gott, der selbst unter den nächsten Gefolgsleuten seines Sohnes Sünder und Todsünder geduldet hat, wird auch uns sich gnädig erweisen, sosehr unsere Schwäche, unser Zweifel und unsere Verzweiflung … uns auch oft genug vom Gegenteil überzeugen möchten.“&lt;br /&gt;Und dieser Jünger erhält nun den Auftrag, Hirte zu sein.&lt;br /&gt;Der Theologe Adolf Schlatter schreibt in seinem Buch „Die Geschichte der ersten Christenheit“:&lt;br /&gt;„Überall, wo der Glaube an Jesus entstand, kam sofort auch die Verbindung mit Petrus zustande und der Anschluss an ihn hatte in vollem Maß die von Halbheit und Schwankungen freie Kraft der neuen Frömmigkeit.“ – auch hier also ein Hinweis auf die Balance! – Wie äußert sich das? Dazu Schlatter:&lt;br /&gt;„Petrus wird uns als der Beschirmer der Wahrhaftigkeit dargestellt, der in der religiösen Schauspielerei die Gefahr erkennt, die, wenn ihr Eingang verstattet würde, die Kirche zerrüttete.“&lt;br /&gt;„Der Gang der Kirche hing von der Haltung der sie führenden Männer ab, vor allem von der des Petrus.“ Im Bericht des Lukas werden Petrus und Paulus nebeneinander gestellt als die beiden Apostel, durch deren Dienst die Kirche entstand. Lukas verfolgt deutlich die Absicht, die Gleichartigkeit ihres Wirkens aufzuzeigen. „Dasselbe Evangelium, dasselbe Wunder, dieselbe Bereitschaft zum Leiden wird uns an beiden sichtbar gemacht.“&lt;br /&gt;„Bei der Verwaltung der ihm gegebenen Macht musste Petrus neue Wege gehen. Die Machthaber um ihn her konnten ihm nicht Vorbilder sein.“ Auch Paulus bestätigt in seinen Briefen die zentrale Rolle des Petrus. Er sagt, so Schlatter, „von Petrus und den beiden neben ihm in Jerusalem Arbeitenden ..., sie seien die Pfeiler der Kirche“. , die Geltenden, die die Kirche als Autoritäten ehre, die Apostel, die es im Übermaß seien, „In weit höherem Maß als er [Paulus] selbst [sind sie Apostel]“, anschaulich vergegenwärtigt er damit, „dass Petrus für die ganze Kirche die führende Autorität besaß und sie kraftvoll verwaltete.“&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Wie er das tat, hören wir nun im Predigttext:&lt;br /&gt;Apostelgeschichte Kapitel 3:&lt;br /&gt;1 Petrus aber und Johannes gingen hinauf in den Tempel um die neunte Stunde, zur Gebetszeit . 2 Und es wurde ein Mann herbeigetragen, lahm von Mutterleibe; den setzte man täglich vor die Tür des Tempels, die da heißt die schöne, damit er um Almosen bettelte bei denen, die in den Tempel gingen. 3 Als er nun Petrus und Johannes sah, wie sie in den Tempel hinein gehen wollten, bat er um ein Almosen. 4 Petrus aber blickte ihn an mit Johannes und sprach: Sieh uns an! 5 Und er sah sie an und wartete darauf, dass er etwas von ihnen empfinge. 6 Petrus aber sprach : Silber und Gold habe ich nicht ; was ich aber habe , das gebe ich dir: im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher! 7 Und er ergriff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf. Sogleich wurden seine Füße und Knöchel fest, 8 er sprang auf , konnte gehen und stehen und ging mit ihnen in den Tempel, lief und sprang umher und lobte Gott. 9 Und es sah ihn alles Volk umher gehen und Gott loben. 10 Sie erkannten ihn auch, dass er es war, der vor der schönen Tür des Tempels gesessen und um Almosen gebettelt hatte; und Verwunderung und Entsetzen erfüllte sie über das, was ihm widerfahren war.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;„Lukas beschreibt uns Petrus als völlig arm: Silber und Gold habe ich nicht. Aber eben dieser arme Petrus half dem Bettler ..., damit er von seinem Darben und Betteln befreit sei, ... .“&lt;br /&gt;Der Bettler hatte keine andere Möglichkeit, für seinen Lebensunterhalt zu sorgen. Er war ein Gelähmter.&lt;br /&gt;„Lahm“, „gelähmt“ – das „bezieht sich [im Griechischen] überwiegend auf die Lähmung der Füße, …. Lähmung galt als Körperfehler (nicht als Krankheit) und machte (wie auch andere Gebrechen) Menschen [z.B.] für den Priesterdienst untauglich.&lt;br /&gt;Für die Heilszeit erhoffte man die Beseitigung derartiger Unvollkommenheiten und Schäden: [bei Jesaja heißt es:] ‚Lahme machen Beute‘; ‚der Lahme wird springen wie ein Hirsch‘. Von dieser Hoffnung her ist ein Teil der neutestamentlichen Aussagen zu verstehen.“ Wenn also ein Gelähmter geheilt wurde, war das ein klares Zeichen dafür, dass Gott selbst eine neue Heilszeit hat anbrechen lassen. Mir ist dieser einzelne Mensch besonders wichtig. Sicher geht es auch um das Zeichenhafte seiner Heilung, aber er ist selbst mehr als nur ein Hinweiszeichen. Er ist ein Mensch mit einer persönlichen Geschichte.&lt;br /&gt;Sein Leben ist gezeichnet. Er ist seit Geburt (‘von Mutterleibe an‘) auf Hilfe angewiesen. Ohne eine schmerzhafte Erfahrung von Verletzungen durchgemacht zu haben, etwa einen Unfall. In seinem Inneren – was mag ihn bewegen? Das Gefühl zu kurz gekommen zu sein? Wir sagen dann:&lt;br /&gt;‚Da gibt es seit Jahren eine offene Wunde.‘ Längst hat er sich mit seinem Schicksal abgefunden, als Gelähmter Bettler. Und auf einmal ist alles anders: Er erhält plötzlich die Lebensfunktion, die er noch nie gehabt hatte! Er gewinnt äußere und innere Balance. Petrus spricht ihn persönlich an: „im Namen Jesu Christi von Nazareth steh auf und geh umher!“ Ich sehe diese beiden Menschen vor mir: da unten – zusammengekauert – der Gelähmte und da oben Petrus. Ein ungeheuerliches Wort! Und der Gelähmte lässt sich von Petrus aufrichten: Der „ergriff ihn bei der rechten Hand und richtete ihn auf.“ Ich habe mir Gedanken darüber gemacht, welche Rolle der Glaube hier spielt. In vielen Heilungserzählungen des Neuen Testaments ist ausdrücklich vom Glauben die Rede.&lt;br /&gt;Da wird von dem Vater berichtet, der glaubt, dass Jesus sein Kind heilen kann.&lt;br /&gt;Da begegnet Jesus dem Blinden vor Jericho und fragt ihn, was er für ihn tun soll, und der traut ihm zu, dass er von Jesus wieder sehend gemacht werden kann.&lt;br /&gt;Da gibt’s die Heilung eines Gelähmten, den seine Freunde durch das Dach zu Jesus bringen. Und dann heißt es: Als Jesus ihren Glauben sah ...&lt;br /&gt;Wer glaubt denn hier? Der Gelähmte – dann aber doch so wie einer, der nicht weiß, wie ihm geschieht! Und Petrus selbst? War das nicht ein Risiko, das er einging, mindestens sich bis auf die Knochen zu blamieren? Woher nahm er die Unerschütterlichkeit, dieses felsenfeste Vertrauen, dass im Namen Jesu sich nicht nur ‚Knie beugen‘, sondern auch Knie sich aufrichten lassen? Doch wohl aus dem Glauben an Jesus! Woher sonst.&lt;br /&gt;Heilung ist für mich hier ganz eng mit Vertrauen, mit Glauben, verbunden. Heilung ist Veränderung – Veränderung durch den Glauben. Gott begegnen und heil werden: Das bringt eine veränderte Beziehung. Wer Gott diese Veränderung zutraut, macht sich zu ihm auf den Weg, er ‚verlässt‘ sich ganz auf Gott und bringt sich selbst ganz mit. Er befindet sich „auf dem Weg der Versöhnung mit sich oder anderen Menschen - im Verhältnis zu Gott“. Was da war an Verletztheit und Gebrochenheit – es wird Gott zu Füßen gelegt. Wie sieht das zum Beispiel aus bei uns selbst?&lt;br /&gt;„Da wurden wir immer wieder durch abwertende Bemerkungen gekränkt .&lt;br /&gt;Dinge, die längst in Vergessenheit geraten scheinen - sie prägten mit der Zeit unser Denken, Fühlen und unser Handeln.&lt;br /&gt;Aber auch für uns gibt es Wege der inneren Heilung und Versöhnung: Veränderung ist möglich!“&lt;br /&gt;„Wenn Jesus davon spricht, dass die Lahmen umher gehen, meint die Beendigung des Gelähmtseins auch das Neuwerden der gesamten Existenz.“&lt;br /&gt;Das Wort ‚lahm‘ „wird [im Neuen Testament] auch als Bild gebraucht für schwache oder schwankende Gemeindeglieder, die von der gesamten Gemeinde gestützt und bewahrt werden sollen. … Das Heilwerden der Gebrechlichen und Zerbrochenen verwirklicht sich … auch in einer neuen Form der Gemeinschaft.“&lt;br /&gt;Die Frage nach meiner Gottesbeziehung ist hier gestellt – und damit das Thema ‚Vergebung‘ konkret angesprochen. Wir dürfen die Vergebung Jesu in Anspruch nehmen. Stunde um Stunde, Jahr um Jahr. Ein heilsamer Prozess, vielleicht nicht so gewaltig-plötzlich wie bei dem Heilungsprozess in unserem Text, aber doch stetig. Es braucht genügend Zeit, die wir uns selbst und anderen gewähren sollten. Vielleicht brauche ich Menschen, die mich auf diesem Weg begleiten. Einen Menschen so zu begleiten heißt, ihm zu ermutigen und ihm jeglichen Erwartungsdruck zu nehmen .&lt;br /&gt;Vergebung hat mit einer Art Verwandlung zu tun: Altes wird neu, Zerbrochenes wird zusammengefügt.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Drei Impulse möchte ich uns weitergeben: Erstens – Balance finden, versöhnt werden, auch mit sich selbst. Balance finden, das heißt dann auch: Höhen und Tiefen bejahen, das heißt: Karfreitag und Ostern zugleich denken. Balance finde ich zum Beispiel beim beichten. Denn das Wort meint be-ichten, bejahen was war.&lt;br /&gt;Ein realistisches Selbstbild bekommen wir dank Jesu Gnade. Als Kind Gottes bin ich angenommen, kann mich öffnen, Freude und Trauer zulassen, Klage und Lobpreis vor Gott – beides hat seinen Platz.&lt;br /&gt;Zweitens - Gottes Handeln erfahren.&lt;br /&gt;Erfahrungen wie diese Heilung im Tempel (Apostelgeschichte 3). Wann ist mir zuletzt so etwas Un-Glaubliches passiert? Wo machen wir noch Erfahrungen mit Gott, im Glauben? Eines der vielen Fremdworte unserer modernen Gesellschaft ist wohl das Wort „Gotteserfahrung“. Bei diesem Wort wissen die Journalisten nicht weiter. Aber wir? Warum reden wir so selten von dem, was wir im Glauben erfahren, oder einfach nur von einer befreienden heilsamen Erfahrung in unserem Umfeld? Wir dröhnen uns zu mit Sekundär-Erfahrungen aus den Medien, aus dem Geschwätz etc..&lt;br /&gt;Erfahrungen machen, das geht nur mit Aufmerksamkeit. Mit wachen Augen der Hoffnung hat Petrus diesen Gelähmten gesehen. Er hat sich ihm nicht verschlossen gezeigt oder genervt, wie ich das oft bei mir selbst erlebe: „Oh nein, was will der denn? Schnell weg hier!“ Und dann tun wir so, als wär der andere Luft ...&lt;br /&gt;Augen der Hoffnung zu haben, ist kein Kinderspiel, obwohl Kinder immer noch die aufmerksamsten Wesen auf unserem Planeten sind. Wie bekomme ich diese von Gott gesegnete Haltung? Indem ich darum bitte, wie wir es zum Beispiel bei Paulus (Eph 1,18 ) lernen können. Er betet: - ich lese in Auszügen aus Epheser 1 ab Vers 15 „Darum auch ich, nachdem ich gehört habe von dem Glauben bei euch an den Herrn Jesus und von eurer Liebe zu allen Heiligen, 16 höre ich nicht auf, zu danken für euch, und gedenke euer in meinem Gebet, 17 dass der Gott unseres Herrn Jesus Christus, der Vater der Herrlichkeit, euch gebe den Geist der Weisheit und der Offenbarung, ihn zu erkennen. 18 Und er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid, wie reich die Herrlichkeit seines Erbes für die Heiligen ist 19 und wie überschwänglich groß seine Kraft an uns, die wir glauben, weil die Macht seiner Stärke bei uns wirksam wurde, 20 mit der er in Christus gewirkt hat. Durch sie hat er ihn von den Toten auferweckt und eingesetzt zu seiner Rechten im Himmel 21 über alle Reiche, Gewalt, Macht, Herrschaft und alles, was sonst einen Namen hatte, nicht allein in dieser Welt, sondern auch in der zukünftigen. 22 Und alles hat er unter seine Füße getan und hat ihn gesetzt der Gemeinde zum Haupt über alles, 23 welche sein Leib ist, nämlich die Fülle dessen, der alles in allem erfüllt.“&lt;br /&gt;„er gebe euch erleuchtete Augen des Herzens, damit ihr erkennt, zu welcher Hoffnung ihr von ihm berufen seid“ – Augen der Hoffnung – erleuchtete Augen des Herzens!&lt;br /&gt;Drittens - weitergeben, was ich erfahren habe: Heilende Kräfte ziehen Kreise. Hin zu den Menschen. In uns hinein legt Gott heilende Kräfte: Wir können für andere „ein Engel“ sein, nicht nur – wie heute so viele – einen Engelglauben haben (der ist zwar schick, aber Gott beruft uns zu mehr!). Wir dürfen Vertrauen darauf haben, dass Gott handelt in uns, an uns, durch uns. Wie macht er das? Es beginnt in unserer Bereitschaft, uns auf Gott einzulassen, sein Wort an uns ranzulassen. Das Wort Christi - es wohne reichlich unter uns: in der Hoffnung wird das konkret. Lassen Sie uns zu Hoffnungsträgern werden! (Epheser 1, 18)&lt;br /&gt;In diesen Tagen ist es genau 20 Jahre her, dass unsere Band „Hoffnungszeichen“ gegründet wurde, an einer Straßenkreuzung in der Nähe vom Bahnhof Wilhelmshöhe. Das war damals unsere Schüleraktion gegen Hoffnungslosigkeit: eine christliche Band, die in Gottesdiensten, auf Kirchentagen, in Teestuben und häufig auf Campingplätzen das Wort Christi unter die Leute brachte. Und die Hoffnungslosigkeit ist heute vielfach noch gesteigert, weil persönlicher erfahren als vor 20 Jahren. Damals quälten uns die waffenstarrenden Systeme Kalter Krieger, Umweltzerstörung, No future-Parolen. Heute fehlt es an Hoffnung bei den Erwerbstätigen, den Arbeitssuchenden, Steuerzahlern, Konsumenten, Rentenanwärtern ...&lt;br /&gt;Damals – die Probleme sind gewaltig, sagte damals Richard von Weizsäcker in seiner Weihnachtsansprache, aber es ist besser eine Kerze anzuzünden, als über die Dunkelheit zu klagen. Und das war genau das Motto unserer Bandarbeit. Hoffnungszeichen setzen können wir auch heute. In unserem nachbarschaftlichen Umfeld, zum Beispiel. In unserer Wertschätzung von ausgegrenzten Mitmenschen. Nicht einfach pauschal Nächstenliebe für alle, sondern in kleinen Schritten der Annäherung, des gemeinsamen Lebens, in dem immer mehr das Wort Christi unter uns Wohnung nimmt!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Und der Friede Gottes bewahre unsere Herzen und Sinne in Christus Jesus.&lt;br /&gt;Amen&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20431876-113621684205846955?l=volker-storch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://volker-storch.blogspot.com/feeds/113621684205846955/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20431876&amp;postID=113621684205846955' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20431876/posts/default/113621684205846955'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20431876/posts/default/113621684205846955'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://volker-storch.blogspot.com/2006/01/das-leben-wieder-in-balance-bringen.html' title='Das Leben wieder in Balance bringen. Predigt'/><author><name>Volker Storch, Mag. theol.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15053777447893672016</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20431876.post-113621640362635400</id><published>2006-01-02T07:36:00.000-08:00</published><updated>2006-01-02T07:55:48.510-08:00</updated><title type='text'>Unterwegs mit der kleinsten Kirche der Welt</title><content type='html'>Mit 12 Smarts Seniorenausflüge auf den Königstuhl&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Anfang Juli gastierte die Aktion "ProChrist mobil" mit zwölf orangefarbigen Fahrzeugen vom Fabrikat Smart mit der Aufschrift "Die kleinste Kirche der Welt" in Mannheim. Diese zweisitzigen Mobile werden seit Mai 2005 als "Kirche" bundesweit eingesetzt. Grundgedanke ist ein Leitwort Jesu, dass dort, wo zwei oder drei in seinem Namen versammelt sind, er mitten unter ihnen sei. Die Kampagne will das Angebot des Evangeliums für ein verändertes und bereichertes Leben als Aktion einer Kirche, die zu den Menschen kommt, bekannt machen. Das Fortbewegungsmittel Auto soll als Raum genutzt werden, wo - wie in einer Kirche - miteinander und mit Gott, etwa im Gebet, kommuniziert werden kann. Zugleich will die Kampagne des Kasseler gemeinnützigen Vereins ProChrist e.V. Menschen ansprechen, die normalerweise von der Mobilität weitgehend ausgeschlossen sind. Ihnen sollen Herzenswünsche erfüllt werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das Mannheimer ThomasHaus, eine Seniorenpflegeeinrichtung mit 160 Bewohnern, hatte sich als Gastgeber für die Mittag-Verpflegung der Fahrerinnen und Fahrer von "ProChrist mobil" gefunden, und so war es zum Plan eines gemeinsamen Ausflugs mit den Senioren nur ein kleiner Schritt. Zwischen 64 und 99 Jahre alt waren die insgesamt neunzehn Senioren, denen die Aktion "ProChrist mobil" einen Besuch auf den Heidelberger Königstuhl ermöglichte. Am 13. und 14. Juli fiel am Nachmittag auf den Landstraßen zwischen Mannheim und Heidelberg die Karawane der zwölf orangefarbenen Fahrzeugen der Marke Smart besonders auf Im Einvernehmen mit der Hausleitung der Senioreneinrichtung brachten die Piloten der kleinen Flitzer auf dem Beifahrersitz jeweils einen ThomasHaus-Bewohner sicher auf den Heidelberger Hausberg. Die älteren Damen und Herren waren von dieser Auflockerung ihres Heimaufenthalts recht angetan. Und die vergleichsweise jugendlichen Fahrerinnen und Fahrer der Aktion "ProChrist mobil", die zum Teil extra fiir die Einsätze in Mannheim aus Nordrhein-Westfalen, Bayern oder Niedersachsen angereist waren, scheuten keinen Aufwand, um ihnen den Ausflug so angenehm wie möglich zu gestalten. Mit dabei waren auch die Mitarbeiterinnen des ThomasHauses Frau Elena Gottfried und Frau Fiona Diago sowie die Auszubildende Kornelia Boltze.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Zunächst ging es an das Einladen der Fahrgäste und ihrer Hilfsmittel. Als alle Damen und Herren dann sorgsam auf dem Beifahrersitz angeschnallt und ihre Fahrstühle oder Roulatoren im erstaunlich geräumigen Kofferraum der Kleinstwagen verstaut waren, konnte die Tour starten. Die Leitung hatte sich für eine Route über die Dörfer entschieden, und so zuckelten die insgesamt zwölf Smarts mit durchschnittlich vierzig Stundenkilometer Richtung Osten, wo am Horizont sich das Reiseziel bereits abzeichnete. Nach einer gemütlichen dreiviertel Stunde erreichten sie die alte Universitätsstadt und der Konvoi nahm den letzten Aufstieg zum Königstuhl über die kurvenreiche und steile Gebirgsstraße in Angriff. Einiges Aufsehen erregte das Dutzend gleichfarbiger Vehikel dann auf dem Parkplatz vor dem Berggasthof. Die anwesenden Touristen und Einheimischen erlebten mit, wie nacheinander die Senioren und ihre Fahrgeräte ausgeladen oder zum Teil auch herausgehievt wurden. Einige der älteren Damen und Herren aus dem ThomasHaus konnten das kurze Stück zur Cafe-Terrasse selbst zu Fuß zurücklegen, wobei die Fahrerinnen und Fahrer gern bereit waren, sich unterhaken zu lassen. Nachdem auch die Passagiere mit Rollstuhl an ihren Platz gebracht worden waren, begann das Kaffeetrinken bei hervorragender Femsicht und guten Gesprächen. Autofahrer und Senioren teilten sich je zur Hälfte die Plätze um die Tische, so dass es für jeden neue Kennenlerngelegenheiten gab. Einzelne tauschten sich etwa über selbst erlittene Kriegserlebnisse oder die ihrer Väter aus, andere besprachen miteinander, welche Erfahrungen sie auf dem gemeinsam Weg zum Königstuhl gemacht hatten. Viel Anlass zu Gesprächen gab auch die Aktion "ProChrist mobil" selbst, zum Beispiel welche konkreten Konsequenzen sich aus dem christlichen Glauben ergeben und wie die Liebe Gottes durch Wort und Tat in dieser Welt sichtbar gemacht werden kann.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Als die Eisbecher und Kaffeetassen geleert und die Kuchenteller abgeräumt waren, hatten viele im Dialog miteinander und beim Betrachten der reizvollen Landschaft neue Horizonte eröffnet bekommen. Nun konnte man an die Rückfahrt nach Mannheim denken. Und so assistierten die Smart-Fahrer wieder den drei Begleiterinnen vom ThomasHaus, um die Senioren wohlbehalten zurück zu den Fahrzeugen zu bringen. Die abendliche Route führte den Konvoi dann jeweils über die Autobahn zurück nach hause. Diese beiden Fahrten haben bei Fahrern und Fahrgästen bleibende Eindrücke hinterlassen.&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20431876-113621640362635400?l=volker-storch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://volker-storch.blogspot.com/feeds/113621640362635400/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20431876&amp;postID=113621640362635400' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20431876/posts/default/113621640362635400'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20431876/posts/default/113621640362635400'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://volker-storch.blogspot.com/2006/01/unterwegs-mit-der-kleinsten-kirche-der.html' title='Unterwegs mit der kleinsten Kirche der Welt'/><author><name>Volker Storch, Mag. theol.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15053777447893672016</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20431876.post-113621513558374752</id><published>2006-01-02T07:11:00.000-08:00</published><updated>2006-01-02T07:18:55.600-08:00</updated><title type='text'>Von Gott vorbereitet. Erfahrungsbericht</title><content type='html'>Der Erfahrungsbericht ProChrist Mobil vom 10.7. bis 24.7.05 umfasst zwei Wochen: die erste Woche in Mannheim und die zweite Woche in Adelshofen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Das beste Erlebnis seit zwanzig Jahren&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich halte die Aktion für mich persönlich für das beste Erlebnis seit zwanzig Jahren, weil ich herausgefordert war, meinen eigenen Glauben so zu formulieren, dass ihn ganz normale Menschen auf die Straße verstehen. Erst kürzlich in eine ganz neue Kampagne hineingestellt, die ich selber nicht vorbereiten konnte, konnte ich mich aber voll einbringen als Person. Und dann haben wir auch das Glück gehabt, sehr intensiv auf Gott verwiesen zu werden, auf seine Kraft. Wir haben immer wieder gemerkt, dass wir mit den Kräften, die wir persönlich einbringen, nur wenig erreichen. Erst als wir uns auf Gott verlassen haben, wurde vieles machbar, das vorher gar nicht ging.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Vertrautes unerwartet finden&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich fand, als ich am Sonntagabend in Mannheim ankam, eine kleine Gruppe von Leuten vor, wo ich dachte: Das sind ja wenige! Aber dann stellte sich heraus, dass es nur diejenigen waren, die mit mir zusammen am Sonntag anfingen. Es gab einige, die schon seit einer Woche dabei waren. Das Vertraute, das ich vorgefunden habe, war unter anderem die Zeltmission der DZM. Dort bin ich persönlich angesprochen worden durch einen Vortrag von Friedrich Meisinger, den ich persönlich gar nicht kannte. Es hatte zuvor Vorbehalte bei uns im Team gegeben gegenüber dieser Art der Verkündigung. Aber mich hat es persönlich so erreicht, dass ich sagen kann: das ist mir lange nicht passiert!&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Heimat in der Fremde&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Ich kann heute sagen, dass Gott mich ansprechen wollte, um mich hineinzustellen in einen Geborgenheitsraum, in eine Art Heimat in der Fremde. Und das habe ich dann noch mal deutlich gemacht bekommen durch weitere Personen oder Begebenheiten oder Orte, wo wir hingekommen sind, wo ich gemerkt habe: das ist alles vorbereitet. Zum Beispiel in Mannheim trat eine Person zu unserer Gruppe hinzu, wo ich gleich dachte: Die Stimme kennst du doch! Es stellte sich heraus, dass es sich um einen örtlichen Mitarbeiter handelte, der mit mir zusammen vor neun Jahren eine Schulung beim Evangeliumsrundfunk durchlaufen hat. Er konnte sich kaum noch an mich erinnern, ich hatte aber noch ein relativ gutes Gedächtnis sowohl für seinen Namen als auch für seine Stimme, weil wir uns damals interviewt hatten. Und ich habe das gleich als Zeichen genommenen, dass ich nicht denken brauche, ich bin alleine, mit fremden Leuten zusammen gestellt! Sondern hier werden Menschen mir zur Seite gestellt. Und auch ich selbst werde Menschen zur Seite gestellt, die schon eine Geschichte mit mir haben. Eine neun Jahre zurückliegende Rundfunkschulung, das ist schon eine gewisse Zeit! Dasselbe gilt dann auch für eine zweite Person, die ich sogar 20 Jahre nicht gesehen habe, nämlich der Pfarrer in Linkenheim, wo Autos gewechselt bzw. die Team-Einteilungen durchgeführt wurden. Er war damals vor 20 Jahren Pfarrer in Karlsbad-Spielberg, als ich dort auf einer Tagung zur Einführung in das Theologiestudium war. Und er sagte mir, er hätte erst vor vergleichsweise kurzer Zeit, die Stelle gewechselt. Die Begegnung mit ihm hat mich deshalb besonders gefreut, weil ich gemerkt habe, dass Gott bewusst mich ansprechen möchte mit meiner eigenen Geschichte mit ihm und mir Mut machen möchte, mich an ihn zu halten und nicht auf meine eigene Kraft zu setzen.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Umgang mit der Machtthematik&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Machtthematik spürt man eigentlich als Autofahrer sofort! Autoverkehr ist, zumindest bei uns in Deutschland, ein Macht-Thema, denn die PS-Stärken sind ausschlaggebend dafür, wie schnell man irgendwo ankommt. Aber sie werden auch direkt ausgespielt gegenüber dem Mitmenschen, der weniger Pferdestärken zur Verfügung hat. Wir haben die Erfahrung gemacht, dass diese Macht auch verantwortungsvoll genutzt werden will. Das bedeutet z.B., dass wir als Team erst einmal uns daran gewöhnen mussten, aufeinander zu achten, das Fahrzeug nicht zu überfordern, aber auch nicht uns selber. Und dieser Machtaspekt ist für mich dann deutlich geworden beim Thema Führerschein. Ich habe zwei Gespräche geführt im Laufe dieser 14 Tage, eins in Mannheim und eins in Eppingen, mit Menschen, die den Führerschein verloren haben auf Grund von Alkoholkonsum und die es bedauern, dass sie jetzt nicht mehr diese Macht genießen können, ein Fahrzeug zu lenken, zumindest legal. Ein Hinweis darauf, dass es ein Privileg ist, wenn wir die Möglichkeit haben, Fahrzeuge zu bewegen – auch im Namen Gottes sozusagen. Wir können als Dienstleistung andere Personen daran teilhaben lassen. Ihnen die Möglichkeit geben, wieder mobil zu werden. Das ist dann besonders zum Thema geworden, als wir in Mannheim Senioren aus der Pflegeeinrichtung ThomasHaus nach Heidelberg zum Königsstuhl gefahren haben. Es war uns ein Herzensanliegen, Menschen, die eigentlich keine Mobilität mehr genießen, die Möglichkeit zu geben, noch einmal die Gegend zu sehen, die Landschaft zu genießen. Und dabei haben sich vielfältige Gespräche entwickelt. Wir konnten auch praktisch tätig werden. Allein das Verpacken der Gehhilfen und Rollstühle war schon eine technische Herausforderung. Und auch der Transport der älteren Herrschaften auf die Sitze war nicht ganz so einfach. Später dann auch das Begleiten: alles themamäßig mit Mobilität und damit auch wieder mit Macht verbunden. Dabei wurde mir deutlich: Machtthematik ist eine Team-Thematik! Wenn wir als Team gefahren sind, mussten wir uns vergewissern, dass Machtfragen geklärt sind. Wir haben einige unangenehme Erfahrungen machen müssen in Adelshofen. Da ist zunächst einmal für mich als Teamleiter der Eindruck entstanden: Man kriegt diese einzelnen Charaktere, die da zusammengekommen sind, nicht unter einen Hut. Und ich merkte, es ist ganz entscheidend, hier Macht positiv zu gebrauchen im Sinne einer Bestimmtheit, einer Entscheidungskompetenz, im Dienste aller und auch zum Wohle des Projektes. In so einer Situation muss man versuchen, den anderen Mitarbeitenden im Team klar zu machen, dass sie jetzt auf Macht verzichten müssen. Dass sie nicht einfach ihr Fahrzeug so lenken, wie sie es für richtig halten, sondern sich an das halten, was der gemeinsamen Sache dient. Das war ein langwieriger Prozess.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Stellenwert der Bibel&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gerade bei dieser Team-Konfliktlage habe ich Hilfe gesucht bei einem Freund. Den habe ich am Sonntagabend, am ersten Abend, gleich angerufen. Ich sagte, wir können nicht unter einen Hut kommen, hier. Es gibt so viele widerstreitende Interessen offensichtlich, dass wir dauernd aneinander vorbei reden. Ich habe das Gefühl, sagte ich, wenn wir das nicht bis morgen vormittag hinkriegen, hat es gar keinen Sinn als Team zu arbeiten. Er gab mir den Rat: „Stell sie unter das Wort Gottes! Das verstehen sie!“ Das war für mich ein etwas merkwürdiger Ratschlag, weil ich dachte, ich kriege einen Tipp, wie man eine Teamsituation besser analysieren und auf den einzelnen eingehen kann. Aber ich habe versucht, das zu befolgen. Er sagte dann auch noch: Eine Passage über die Starken und Schwachen in der Bibel, das wäre jetzt das Richtige, das könnten sie gebrauchen. Ich habe zunächst an Römer 15 gedacht: Nehmt einander an, wie Christus euch angenommen hat zum Lobe Gottes, bin dann aber davon abgekommen, habe am Montagmorgen früh meine Bibel aufgeschlagen. Und habe da spontan in Römer 12 die passenden Verse gefunden. Eigentlich lebt das ganze Kapitel 12 im Römerbrief von dieser Frage, wie man miteinander umgehen soll in der Gemeinde, was eigentlich Sinn und Zweck des christlichen Lebens ist. Das wird gleich im Vers 1 beantwortet, nämlich ein Gottesdienst, der „vernünftige Gottesdienst“ wie Paulus schreibt. Und das drückt sich darin aus, dass einer den anderen höher achtet als sich selbst. Und so fort. Es war ein packender Text für alle, auch für mich persönlich. Ich war auch emotional angerührt worden, schon beim Lesen. Und wir hatten hinterher eine ganz andere Atmosphäre in der Gruppe. Wir konnten plötzlich vor Gott kapitulieren, konnten unsere Rechthaberei weglassen. Jeder einzelne für sich, auch ich persönlich, konnte sagen: Wir stellen uns jetzt wirklich unter diesen Auftrag Gottes, den vernünftigen Gottesdienst zu tun. Also Dienst für Gott und nicht Dienst für uns selbst. Und auch nicht Dienst für Menschen in erster Linie. Dass wir ganz diese Herausforderung annehmen. Auch am nächsten Tag gab es wieder einen weiterführenden Bibeltext, der uns die Sinne geschärft hat in dieser Richtung, nämlich 1.Korinter 13, das Hohelied der Liebe. Dazu gibt es wiederum die Vorgeschichte, dass ich beim Hilferuf am vorigen Abend, mir von dem Freund genau diesen Rat geben ließ: „Wenn es nichts hilft mit den Starken und Schwachen, dann lies 1.Korinther 13. Das werden sie verstehen.“ Das Interessante ist, diese zweite Bibelarbeit wurde nicht von mir gehalten sondern von einem Mitarbeiter im Team, der gar nicht wusste, dass ich diesen Rat geholt hatte. Gerade mit diesem Mitarbeiter gab es am Vortag, wo es um Römer 12 ging, noch einige Meinungsverschiedenheiten, weil er meinte, dass man den Text anders auslegen sollte. Ich hatte das erst mal nur zur Kenntnis genommen. Nach der Gebetsgemeinschaft war ja, wie gesagt, die Atmosphäre anders geworden. Dann meldete sich plötzlich dieser Teamer über Funk, als wir nach Karlsruhe fuhren, und teilte mir mit, dass er sich falsch verhalten hätte, dass ihm das Leid täte. Das hat mich sehr angerührt, dass von ihm so eine Reaktion kommt, weil ich zunächst dachte, er wollte sich mit mir theologisch ein Duell liefern. Ich habe ihm eine Gesprächsmöglichkeit angeboten. Er sagte sofort: „Ja, gern!“ Wir setzten uns abends zusammen draußen auf die Wiese und haben uns persönlich Dinge erzählt und miteinander gebetet. Das war für mich noch einmal ein Zeichen, dass die Bibel uns zusammen geführt hat.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Seine Gaben und Grenzen Gott geben&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Gaben und Grenzen – die Gaben sind für viele offensichtlich der Entschlusspunkt, warum sie bei ProChrist mobil mitmachen wollen. Sie sagen sich: „Ich bin ein guter Autofahrer, ich kann gut mit Menschen umgehen, Gespräche führen, kann gut missionieren.“ Ich aber bin zunächst einmal an meine Grenzen gekommen. Als ich in Mannheim den Paradeplatz betrat am zweiten Tag, also Montag früh, merkte ich: Ich hab den Leuten gar nichts zu sagen! Ich bin eigentlich ein völliger Analphabet in dieser Situation! Ich könnte ihnen viele interne Dinge über das Projekt erzählen, aber wie ich jetzt die Kurve kriegen soll zu ihrem Verhältnis zu Gott, das war mir völlig unklar. Obwohl ich ja eigentlich doch Fähigkeit dazu haben sollte, so zu reden! Das liegt daran, dass ich über Jahre hin mich nicht mehr auf diese Ebene begeben habe, einfach Leuten in der Fußgängerzone was zu erzählen. Und ich konnte auch selber nur sagen: Herr, mach du was daraus, ich weiß nichts weiter. Ich hab dann, fast aus Verzweiflung, ein Hunderterpack mit Filzstiften gekauft, die gab es im Sonderangebot, und einen Block mit hundert Blatt und hab dann versucht Zettel zu schreiben: kleine Hinweiszettel auf unsere Autos, die auf diesem riesigen Platz fast verloren gingen, beschrieben, damit die Leute wenigstens mal stehen bleiben und vielleicht diese Zettel lesen, um zu den Autos hin zu kommen: „die“ ... „kleinste“ ... „Kirche“ ... „der“ ... „Welt“. Aber das hat gar nichts gebracht, keiner hat sich diese Zettel angesehen, ich musste sie hinterher wieder einstecken. Dann habe ich mir auf meinen Mitarbeiterausweis, den ich um den Hals hängen hatte, einen Zusatzzettel gehängt. Da stand drauf: „Fragen Sie mich mal“ in ganz großen roten Buchstaben, und dann ganz klein darunter: „nach der kleinsten Kirche der Welt“. Und das hatte komischerweise einen positiven Effekt: Ich bin am nächsten Tag mit diesem Zettel auf den Paradeplatz gegangen, und da kam ein Mann, der sah für mich aus, als sei er ein Stadtstreicher. Es stellte sich später heraus, dass er Christ war und berufstätig. Der sagte: „Ich darf Sie was fragen?“ „Ja“, sag ich, „gerne.“ Also, das Gespräch ging sofort los, ohne dass ich etwas gemacht hatte, nur weil mir dieser Zettel um den Hals hing. Wir kamen auf alle möglichen Dinge zu sprechen und während wir so redeten, näherte sich eine ältere Frau, die offensichtlich mit meinem Gesprächspartner bekannt war. Die erzählte mir dann ihr Leben, in kleinen Schritten. Da merkte ich, vielleicht ist eine wichtige Gabe, die man haben sollte, wenn man sich bei ProChrist mobil meldet, einfach zuhören zu können. Gerade der Name „die kleinste Kirche der Welt“ sollte eine Qualität vermitteln, dass hier Menschen sind, die zuhören können, die nicht sofort predigen, die nicht sofort loslegen und eine bloße Ansprech-Situation wittern und sie ausnutzen wollen, sondern die einfach als Gegenüber da sind. Als solcher Mensch, der einfach Mitmensch sein will, habe ich mich wahrgenommen. Ich habe mir überlegt: Was wollen denn diese Leute, die auf diesen Paradeplatz gehen? Welche Bedürfnisse haben sie? Und dadurch hat sich mein Verhältnis auch zu mir selbst, zu meiner Rolle, gewandelt. Es war ein ganz wichtiger Schritt, der später weitergeholfen hat, zum Beispiel beim Hockenheimring, wo genau diese Fragen wichtig waren: Was haben die Leute für ein Interesse, wo kann man sie abholen? Dort haben wir meine Mikro- und Minidisc-Anlage eingesetzt, weil wir gemerkt haben, sobald jemand in der Öffentlichkeit ein Mikrofon in die Luft hält, wollen Menschen mit ihm reden. Wenn ich dagegen nur so auf jemanden zukomme, und sage, „Hallo, was hältst du denn von der Sache?“ Oder: „Hast du davon schon gehört?“ Da sind viele Leute so stur, dass sie einfach nur weiter gehen und kein Gespräch führen. Aber sobald ein Mikrofon dabei ist, - und das sehe ich eben auch als eine Gabe, kreativ mit dieser Situation umzugehen – öffnen sich die Menschen. Sie denken, jetzt werden sie berühmt, was weiß ich, haben ganz merkwürdige Motivationen vielleicht. Aber sie reden jedenfalls mit uns. So etwas haben wir am Ende gemacht.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Eins werden als Gemeinde auf Zeit&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Mir ist besonders wichtig geworden, dass wir tatsächlich Gemeinde sind. Das ging nicht direkt aus der Bibelarbeit zu Römer 12 hervor. Da war unser Konfliktpunkt, der Zwischenruf, von dem ich oben erzählte: Dieser Brief – oder diese Passagen speziell – seien von Paulus auf die Gemeindesituation bezogen worden. Und ich sagte dann: Ja, aber wir sind ja auch eine Gemeinde! Ich denke, dass dieser Anspruch eingelöst werden sollte, dass jedes Team sich als Gemeinde auf Zeit versteht und sich über Gaben und Grenzen austauscht. Ich sehe das unter dem Aspekte der Starken und Schwachen in der Gemeinde. Es geht nicht darum, dass alle Aktionisten sind, alle gefüllte – ausgefüllte – begeisterte Leute. Sondern es gibt auch schwache darunter! Jeder persönlich kann natürlich seine schwachen Zeiten haben. Speziell diese Herausforderung von ProChrist mobil wird von vielen Menschen wahrgenommen als eine Chance, ihr eigenes Leben noch mal neu selbst gestalten zu können, gerade Menschen die aus einer Situation der Arbeitslosigkeit oder Krankheit oder aus einer Frührentensituation kommen: Die lassen sich besonders ansprechen, weil sie auch zeitlich verfügbar sind. Und auf sie muss man Rücksicht nehmen, als Teamleiter speziell. Aber auch die gesamte Organisation von ProChrist mobil muss das immer wieder im Kopf behalten: Es sind Menschen mit einer ganz besonderen Sensibilität, die sich selbst mitbringen. Natürlich bringt sich jeder immer selbst mit, aber diese Erfahrungen, die mitgebracht werden, sind oftmals auch Trauma-Erfahrungen. Da sind Beziehungen in die Brüche gegangen, da sind Minderwertigkeitsgefühle vorhanden, da gibt es Menschen, die keine herausragenden sozialen Qualitäten haben, mit denen sie beruflich weiterkommen könnten, und auch in der Gemeinde deswegen eine Erfahrung des Scheiterns immer wieder machen. Und die denken: jetzt bin ich hier freigesetzt, kann endlich als Christ tatsächlich etwas für Gott tun! Ich selber ertappe mich auch dabei, dass ich mir und den anderen zu viel zumute! Ich muss erst mal langsam in Gang kommen, muss es langsam entdecken: Was ist eigentlich mein persönliches Ziel? Und dann muss ich auch das abgeben können, was mich sonst immer beschäftigt und belastet hat. Insofern wäre es sicher gut, wenn in den Gemeinden, die mit ProChrist mobil zusammenarbeiten, Menschen als Seelsorger vorhanden sind, die auch speziell geschult sind, solche Personen anzusprechen, ihnen Angebote zu machen sich zu öffnen und Dinge abzuladen, die sich angestaut haben. Das wäre mein Tipp, die Teamsituation wirklich als Gemeindesituation zu begreifen, und zwar immer wieder neu vor Ort. Auch wenn langfristige Fahrer dabei sind, soll gerade ihnen deutlich gemacht werden: Nehmt es wahr als Chance, dass ihr befreit werden könnt von Lasten, die ihr mit euch herum schleppt, die vielleicht jetzt erst besonders deutlich werden.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Erfahrungen mit einem bestimmten Bibelvers&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Dann gab es noch eine kuriose Erfahrung mit der Bibel. Wir hatten in Mannheim unser Quartier im ehemaligen Hotel „Wartburg“, und schräg gegenüber von diesem Hotel befindet sich der Block mit der jüdischen Synagoge, einem Neubau. Auf diesem Neubau steht der Vers „Mein Haus soll ein Bet-Haus heißen allen Völkern“. Das ist vielleicht nicht für jedermann sichtbar, weil das eine hebräische Inschrift ist. Ich habe das entziffert, weil mir der Spruch auch schon von einer anderen Synagoge her bekannt war. Und hab das im Kopf behalten. Als wir dann während unserer Zeit in Adelshofen bei der DMG, der Deutschen Missions-Gemeinschaft, in Sinsheim auf dem Buchnauer Hof waren, erzählte man uns dort bei einer Führung, dass eben dieser Vers „Mein Haus soll ein Bet-Haus heißen allen Völkern“ den Gründern der DMG besonders ans Herz gewachsen war. Weil das ein ausgesprochener Missionsvers ist, wenn man so will. Er steht sowohl im Alten als auch im Neuen Testament. Aber dann stellte man fest, der Buchnauer Hof selbst hatte diesen Vers als Leitspruch schon seit ein paar hundert Jahren. Das war für mich auch neu, dass es eine solche Tradition dort gibt. Und zum Schluss stellte ich noch fest, dass auch das Zentrum Adelshofen als Glaubenszentrum  sich diesen Wahlspruch gegeben hat für den Gottesdienstraum. Also, es gab bei jeder Etappe für mich einen Ort, wo immer wieder neu dieser Spruch aufleuchtete.&lt;br /&gt;&lt;br /&gt;Volker Storch, 0561-7660338&lt;br /&gt;aufgezeichnet nach einem mündlichen Gespräch, Kassel, 9. August 2005&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20431876-113621513558374752?l=volker-storch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://volker-storch.blogspot.com/feeds/113621513558374752/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20431876&amp;postID=113621513558374752' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20431876/posts/default/113621513558374752'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20431876/posts/default/113621513558374752'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://volker-storch.blogspot.com/2006/01/von-gott-vorbereitet-erfahrungsbericht.html' title='Von Gott vorbereitet. Erfahrungsbericht'/><author><name>Volker Storch, Mag. theol.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15053777447893672016</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry><entry><id>tag:blogger.com,1999:blog-20431876.post-113621191865967900</id><published>2006-01-02T06:22:00.000-08:00</published><updated>2006-01-02T06:25:18.666-08:00</updated><title type='text'>Ein neues Jahr - 2006 unter Gottes Verheißung</title><content type='html'>&lt;div class="blogger-post-footer"&gt;&lt;img width='1' height='1' src='https://blogger.googleusercontent.com/tracker/20431876-113621191865967900?l=volker-storch.blogspot.com' alt='' /&gt;&lt;/div&gt;</content><link rel='replies' type='application/atom+xml' href='http://volker-storch.blogspot.com/feeds/113621191865967900/comments/default' title='Post Comments'/><link rel='replies' type='text/html' href='http://www.blogger.com/comment.g?blogID=20431876&amp;postID=113621191865967900' title='0 Comments'/><link rel='edit' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20431876/posts/default/113621191865967900'/><link rel='self' type='application/atom+xml' href='http://www.blogger.com/feeds/20431876/posts/default/113621191865967900'/><link rel='alternate' type='text/html' href='http://volker-storch.blogspot.com/2006/01/ein-neues-jahr-2006-unter-gottes.html' title='Ein neues Jahr - 2006 unter Gottes Verheißung'/><author><name>Volker Storch, Mag. theol.</name><uri>http://www.blogger.com/profile/15053777447893672016</uri><email>noreply@blogger.com</email><gd:image rel='http://schemas.google.com/g/2005#thumbnail' width='16' height='16' src='http://img2.blogblog.com/img/b16-rounded.gif'/></author><thr:total>0</thr:total></entry></feed>
